|
Das Unterbewusstsein | Kapitelübersicht
|
Ähnlich wie bei Gott oder dem Schnurren einer Katze ist das Unterbewusstsein unerklärlich und unsichtbar. Im Unterschied aber zum Schnurren einer Katze ist ungewiss, ob das Unterbewusstsein überhaupt existiert – niemand hat es je gesehen
und schon der Begriff allein ist abstrakt. Wir haben nur deshalb ein Verständnis von dem Begriff „Un- terbewusstsein“, weil wir ihn, den Begriff vom Un- terbewusstsein, mit dem aufladen, was unserem Gefühl, unserer Erfahrung und den daraus gezoge- nen Schlüssen nach das Unterbewusstsein bedeu- ten könnte. Interessant ist, dass wir Gott nach menschlichen Katastrophen in Frage stellen, das Unterbewusst- sein aber in seiner Bedeutung bei uns viel fester verankert ist und nicht so schnell ins Wanken gerät. Die Frage ist: warum? Warum ist das Unterbe- wusstsein so fest verankert? Die Antwort: genau- so wie mit dem alttestamentarischen zürnenden Gott ist das Unterbewusstsein etwas, womit wir uns bestimmte Dinge erklären können, für die wir sonst keine Erklärung hätten. Aber machen wir uns nichts vor: Wenn wir uns schwierige Fragen nicht beant- worten können, sollten wir nicht nach Ersatzlö- sungen suchen, die wir zwar verstehen, die aber Diese Möglichkeit, eine Frage einfach im Raum stehen lassen zu können und das Geheimnis ihrer verborgenen (oder auch möglich: nicht existie- renden) Antwort zu respektieren, sollte als klüge- rer Umgang mit der Frage gelten.
|
|
|
|
Sinngabe.de © Daniel TORRADO HERMO 2005–2012
Alle Texte können in Auszügen nach dem Zitatrecht verwendet werden.
Bitte als Quellenangabe die entsprechende Adresszeile im Browser verwenden.