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Der Terror | Kapitelübersicht
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Der Terror ist ein Krieg, der nicht von Staaten, sondern von Gruppen geführt wird. Terror ver- breitet Angst und Schrecken und wenn man Angst hat, nimmt man einiges in Kauf, nur um von der Angst befreit zu werden: Eingriffe in bestimmte Rechte, Überwachungskameras und so weiter. Wenn der Staat die Bürger stärker kontrollieren möchte, braucht er also nur ein paar als Terrorakte getarnte Anschläge auszuführen um die Gesell- schaft gefügig zu machen, was Rechtskürzungen und Überwachung betrifft.
Gehen wir aber davon aus, dass es keine getarnten Anschläge sind. Gehen wir davon aus, dass es wirk- lich einige Untermenschen gibt, die Terroranschlä- ge verüben. Glauben Sie wirklich, dass Überwach- ung und Kontrolle verhindern könnten, dass es immer wieder Menschen gibt, die für eine gerechte Sache sterben würden und dafür Mittel und Wege finden? Wobei »gerecht« nicht meint, dass sie ob- jektiv gerecht sind. Nur eben subjektiv, aus den Au- gen des Terroristen. Blicken wir auf die DDR und ihren Überwachungs- apparat, so ist dies ein Beispiel dafür, dass eher solch ein Staat untergeht, als dass er Erfolg hat mit seinen Kontrollversuchen. — Was also kann ge- gen den Terrorismus unternommen werden, das wirklich hilft? Terrorismus hat zwei mögliche Ursachen: Entweder entsteht er aus einer Geisteskrankheit heraus, oder aus Unzufriedenheit. Oder glauben Sie, dass ein zufriedener Mensch darauf kommt, Terrorist zu werden? Welche Motive hätte er dann? — Wenn man also den Terrorismus wirkungsvoll bekämpfen will, gibt es nur eine einzige, langfristig wirkende Strategie: Man muss die Unzufriedenheit bekämpf- en. Jeder Euro, der in Überwachungskameras, Monitore und Monitor-Betrachter fließt, ist ein Euro, der sinnvoller hätte ausgegeben werden können. Wir werden das Problem des Terrorismus niemals nie in den Griff bekommen. Wir werden es nie, nie und nie in den Griff bekommen, wenn wir nicht endlich die coole Sonnenbrille abnehmen, die uns Wenn wir das so gesparte Geld in Erziehung und Bildung stecken würden, hätten wir in 30 Jahren wieder eine Generation, von der Sendungs- und Verantwortungsbewusstsein, effektiver und gut gemeinter Aktionismus ausginge. Die Kräfte für Die Politik führt uns wie die Lämmer zur Schlacht- bank. Sie will an unser Fleisch, das für sie die Steu- ern sind. Und wenn dann intelligente, wenn auch geisteskranke oder unzufriedene Terroristen die- sen degenerierten Schlachtbankstaat betrachten, der dabei ist sich selbst aufzufressen, dann schre- cken sie nicht einen Moment mit ihrem Tod bring- enden Päckchen zurück um auf ihre Ziele hinzu- weisen — denn für sie sind nämlich wir die Unter- menschen, die der Würde, des Stolzes und jeden Kampfeswillens beraubt, wie Zombies durch unser Leben gehen: untot und versklavt. Und so dumm, dass wir es nicht merken. Stehen wir endlich auf und zeigen ihnen, dass sie im Unrecht sind, was ihre Meinung über uns betrifft … Stehen wir auf! Wir brauchen keine Waffen, wir brauchen das, was die Wissens- und Informations- gesellschaft des 21. Jahrhunderts überhaupt erst möglich macht und bis jetzt von der Politik nur tor- pediert wird: den Bildungsstaat des dritten Jahr- tausends.
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Sinngabe.de © Daniel TORRADO HERMO 2005–2012
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