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Der Untermensch | Kapitelübersicht
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Es ist eine Ironie des Schicksals, dass wir diesen Begriff denjenigen verdanken, die die wahren Untermenschen sind. Was allerdings keine Ironie des Schicksals ist, sondern nur einer perversen Form von Reue entspringt, ist die Tatsache, dass wir eher tolerant gegenüber Intoleranten sind als sie deutlich mit dem Begriff zu benennen, der am besten auf sie zutrifft: sie sind Untermenschen.
Was würde es uns aber nützen, wenn wir endlich diesen Schritt täten und diese Degenerierten endlich so ansehen würden wie Untermenschen? Die Antwort: es würde uns viel nützen. — Und Der Mensch – auch der Untermensch – ist ein soziales Wesen, das seine Bestimmung in der Teilnahme und im Aufgehen in der Gesellschaft finden muss. Ich schreibe »muss« nicht, weil ich es so meine, sondern im Sinne einer conditio sine qua non, also einer Bedingung, die nicht zu umgehen ist sondern unbedingt erfüllt sein muss. In diesem Fall ist es die Natur des Menschen, die diese Bedingung fordert. Wir kommen nicht darum herum. Und des- halb kommen wir Menschen auch nicht darum her- um, verantwortlich zu handeln und diese Untermen- schen ins Boot zu holen. Denn wenn wir diesen Versuch nicht ständig wiederholend unternehmen, werden sie aus einer tiefen Kränkung heraus Rache nehmen und unser aller (und also auch ihr eigenes) Boot torpedieren. Zum letzteren Gedanken muss man sich beinahe wünschen, es gelänge ihnen auf einen Streich. Denn eine an- und fortdauernde Gue- rilla-Taktik erscheint wie ein nie endendes Fege- feuer, vergleiche hierzu
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Sinngabe.de © Daniel TORRADO HERMO 2005–2012
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