| Die Angst | Zur Kapitelübersicht | Die Angst ist die Geißel der Menschheit. Aber leider in einem viel profunderen und paradoxerweise trivialeren Maße, als angenommen werden könnte. Die Angst in der Dunkelheit ist eine Angst, die aus dem Inneren kommt und für die das Innere verantwortlich ist. Aber diese Angst hat eine archaische Schutzfunktion. Denkbar ist, dass einige unserer Vorfahren keine Angst hatten und sich deshalb in tödliche Gefahr brachten. Deshalb überlebten auch nicht viele von ihnen und konnten sich dementsprechend nicht fortpflanzen. Diese Angst ist also eine ureigene, letztlich lebensfreundliche Angst.
Die Angst der Reichen, arm zu sein, ist eine andere. Diese Angst wird von einem sehr mächtigen Schweinehund regiert. Dieser Schweinehund sagt seinem Herrchen: »Es ist dein Reichtum, du hast ihn dir verdient! Wenn andere an deiner Stelle wären, würden sie nicht anders handeln. Und sieh doch, welch angenehme Seiten dir dein Reichtum beschert. Willst du wirklich riskieren, dass du dich wieder abmühen musst? Für was? Welchen Sinn hätte das? Nein, erfreue dich lieber deines Lebens! Es ist ein Geschenk! Und dieses Privileg solltest du nutzen, so wie jeder andere es auch nutzen würde … !«. Haben Sie eine Vermutung, warum die Superreichen superreich bleiben, anstatt den Ärmsten der Armen etwas abzugeben? Ja genau, Sie liegen richtig: es ist die Angst. Aber deswegen dürfen wir die Superreichen nicht verurteilen und sagen: Wir müssen zusammenkommen. Wir müssen.
|
|
|
|
Sinngabe.de © Daniel TORRADO HERMO 2005–2012
Alle Texte können in Auszügen nach dem Zitatrecht verwendet werden.
Bitte als Quellenangabe die entsprechende Adresszeile im Browser verwenden.