Die Geistige Behinderung | Kapitelübersicht
Gestern wurde ich Zeuge, wie ein gut gekleideter und gut frisierter Mann von seiner Freundin mit dem Auto abgeholt wurde. Mit dem Handy in der Hand setzte er sich ins Auto, nahm kaum Notiz von seiner reizenden Abholerin sondern starrte gebannt auf sein Handy, das ihm wichtige Informationen zu vermitteln schien, so angestrengt, wie er dabei aussah. (Seine Freundin schien das gar nicht zu beleidigen – sie lachte stattdessen und es schien so, als amüsierte sie dieses affige Verhalten.)

Heute morgen sah ich dann einen fröhlich schauenden geistig Behinderten, der sich wie jeden Morgen mit seinen geistig behinderten Kollegen eine Station mit dem Zug zu ihrer Arbeitsstätte fahren ließ. Er schien diese gemeinsame Fahrt sehr zu genießen.

Diese beiden Erlebnisse lassen mich meine Definition über eine geistige Behinderung neu überdenken.

 

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Sinngabe.de © Daniel TORRADO HERMO 2005–2012

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